Fußwallfahrt der Frauen nach Walldürn

Unter dem tiefgründigen Leitwort „Die Liebe hört niemals auf“ machten sich die Pilgerinnen der Frauen-Fußwallfahrt auch in diesem Jahr auf den Weg zum Gnadenort nach Walldürn. Die zweitägige Wallfahrt stand unter der bewährten Leitung von Angela Schmidt, die nicht nur für die gesamte Organisation verantwortlich zeichnete, sondern auch mit einer feinfühligen Textauswahl für die Impulse und Gebete den roten Faden der Reise legte. DieNatur forderte der Gruppe diesmal jedoch einiges an Flexibilität und Anpassungsvermögen ab: Extreme Hitze und eine hohe Gewitterneigung machten den Weg zu einer echten Herausforderung. Aus purem Verantwortungsbewusstsein für die Gesundheit der Teilnehmerinnen entschied die Pilgergruppe daher, Streckenabschnitte sicherheitshalber mit dem Auto zurückzulegen. Der geistlichen Tiefe der Wallfahrt tat dies jedoch keinen Abbruch. Ein bewährtes Fundament der zweitägigen Reise war das eingespielte Betreuerteam: Manfred Schulz und Wolfgang Laubenheimer kümmerten sich unermüdlich um das Wohl der Frauen. Sie versorgten die Gruppe auf den Wanderstrecken mit kühlen Getränken, übernahmen den gesamten Gepäcktransfer und zeigten sich im Wallfahrerhaus in Boxbrunn – der gemütlichen Unterkunft für die Zwischenübernachtung – als hervorragende Gastgeber. Dort bereiteten sie sowohl das stärkende Abendessen als auch das Frühstück für die Pilgerinnen zu. Pfarrer Christian Stamm pilgerte wiederholt mit den Frauen und zelebrierte am ersten Abend eine feierliche Pilgermesse in der Dorfkapelle von Boxbrunn, die Raum für Besinnung und das Gebet in den persönlichen Anliegen bot.

Der zweite Tag hielt ein weiteres schönes Ritual bereit: Den traditionellen Zwischenstopp in Amorbach, bei dem die Wallfahrtsgruppe auch in diesem Jahr wieder herzlich vom Bürgermeister empfangen wurde. Der glanzvolle Höhepunkt der Wallfahrt wartete schließlich am Zielort in Walldürn. Hier erhielt die Gruppe zunächst den großen Wallfahrtssegen und nahm anschließend gemeinsam am feierlichen Vorabendgottesdienst, den ebenfalls Christian Stamm zelebrierte teil. Im Rahmen dieses Gottesdienstes gab es zudem einen besonderen Grund zur Freude und Dankbarkeit: Maria Hartnagel wurde für ihre Treue, 10-jährige Teilnahme an der Pilgerschaft feierlich geehrt. Trotz der Wetterkapriolen kehrten die Frauen reich beschenkt an Erfahrungen, gestärkt im Glauben und erfüllt von der Gewissheit nach Hause, dass die Liebe tatsächlich niemals aufhört.